Erosa Pornotitel Titelbild

Die lustigsten Pornotitel: Hall of Fame der absurden Filmnamen

Die Pornoindustrie ist berühmt für vieles. Subtilität gehört nicht dazu. Wenn aber irgendwo in der Filmbranche kreativer Wahnsinn gefeiert wird, dann bei der Wahl der Filmtitel. Wer einen Mainstream-Klassiker hat, der nur ein wenig nach Sex riechen könnte, hat ihn vermutlich schon als Pornoparodie gesehen. Wir haben uns durch Jahrzehnte legendärer, absurder und manchmal genialer Pornotitel gewühlt und stellen die Hall of Fame zusammen.

Vorab eine kleine Bitte: Es geht hier um die Titel, nicht um die Filme. Wir verlinken keine der genannten Werke und empfehlen auch keinen Konsum. Aber als Phänomen der Popkultur sind diese Namen einfach zu gut, um sie unkommentiert in der Versenkung verschwinden zu lassen.

Die Hollywood-Parodien

In keinem Genre der Welt wird Hollywood so respektlos zitiert wie in der Pornoparodie. Das ist eine ganz eigene Disziplin: ein bekannter Filmtitel wird einmal durchgeschüttelt, ein Wort wird durch ein anatomisches Pendant ersetzt, fertig ist der Klamauk. Manchmal klappt es brillant. Manchmal nicht. Hier die Highlights, die in keiner Liste fehlen dürfen.

Edward Penishands (USA, 1991). Der wohl bekannteste Pornofilm-Titel überhaupt. Eine Parodie auf Tim Burtons Edward mit den Scherenhänden, in der die Hauptfigur logischerweise keine Scheren, sondern zwei Penisse als Hände hat. Allein die Plakat-Ästhetik ist eine Hommage an Burtons düsteren Stil. Tim Burton selbst soll laut Filmkritikern den Streifen amüsant gefunden haben.

Pulp Friction. Wer Tarantino mag, schmunzelt automatisch. Aus dem ikonischen Pulp Fiction wird durch einen einzigen Buchstabentausch eine wunderbare Doppeldeutigkeit.

Forrest Hump. Forrest Gump in besonders rhythmischer Auslegung. Das Wortspiel auf das englische hump funktioniert auf gleich mehreren Ebenen.

Jurassic Pork. Aus dem Dinosaurier-Spektakel wird ein Pornofilm-Titel, der irgendwie den Geist seiner Vorlage konserviert. Außerdem: Bonus-Punkte für die Speisekarten-Anmutung.

American Booty. American Beauty nach Drehbuch-Überarbeitung. Statt Rosenblättern verspricht der Titel andere visuelle Höhepunkte.

Natural Born Thrillers. Natural Born Killers mit weniger Blut, mehr Hingabe. Stone würde es vermutlich nicht gefallen, aber das ist Teil des Spaßes.

Hot Tub Whore Machine. Aus dem Zeitreise-Klamauk Hot Tub Time Machine wird ein Film, der in den 80ern beginnt und nicht mehr aufhört. Die Outfits sollen tatsächlich der größte Spaß am Film sein.

Bill & Ted’s SEXcellent Adventure. Bill & Ted’s Excellent Adventure in der Gender-Flip-Variante: Was wäre, wenn die zwei Helden Frauen wären? Antwort: ein bizarres Cosplay von Genghis Khan, Napoleon und Abraham Lincoln, die unterschiedlich entkleidet vor einer Telefonzelle posieren.

The Bare Witch Project. Aus dem Found-Footage-Horror Blair Witch Project wird ein Pornofilm mit weniger Wald und mehr Lichtungen.

Porks And Recreation. Die Parodie der Sitcom Parks and Recreation. Wurde laut Branchen-Insidern von einer der Hauptdarstellerinnen, Aiden Starr, als der lustigste Titel ihrer eigenen Karriere genannt.

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Der Wortspiel-Olymp

Manche Pornotitel verzichten ganz auf eine Filmvorlage und arbeiten stattdessen mit reinem Wortspiel. Diese Kategorie ist auf eine seltsame Weise sympathisch, weil sie zeigt, dass auch hier Kreativität am Werk ist.

The Spit and The Speculum. Eine Anspielung auf Edgar Allan Poes Kurzgeschichte The Pit and the Pendulum aus dem Jahr 1842. Wenn ein Pornotitel klassische amerikanische Literatur des 19. Jahrhunderts zitiert, ist das schon fast Bildungsfernsehen.

Romancing the Bone. Variation auf Romancing the Stone, der 80er-Jahre-Abenteuerfilm mit Michael Douglas und Kathleen Turner. Genial schlicht.

A Tale of Two Titties. Charles Dickens A Tale of Two Cities in einer Form, die der Autor sich vermutlich nicht erträumt hat.

Bareback Mountain. Brokeback Mountain in seinem direkt erotischen Pendant. Ein Klassiker des LGBT-Parodie-Subgenres.

Schindler’s Lust. Schindlers Liste parodieren ist heikel. Trotzdem hat es jemand getan, und der Titel ist seitdem ein häufig genanntes Beispiel für die Grenzen des guten Geschmacks. Wir nennen ihn der Vollständigkeit halber, ohne ihn zu empfehlen.

The Rapper Destroyed My Crapper. Reimt sich, ist beschreibend, hat keinen literarischen Bezug. Manchmal reicht das.

Long Schlong Silver. Long John Silver aus Die Schatzinsel in einer Auslegung, die Robert Louis Stevenson vermutlich auch nicht vorhergesehen hat.

Choke On My Chocolate Chubby. Reines Wortspiel ohne Vorlage. Beeindruckend in seiner alliterativen Konsequenz.

Deutsche Klassiker der 70er und 80er

Während Hollywood seine Pornoparodien aufwendig produziert, hatte Deutschland seine eigene goldene Erotikfilm-Ära. Die Filme der 70er und frühen 80er Jahre sind dabei keine reinen Pornos, sondern eine Mischung aus Klamauk, Aufklärung und sanfter Erotik. Die Titel sind heute Kulturgeschichte.

Schulmädchen-Report (1970 bis 1980, 13 Teile). Die wohl bekannteste deutsche Erotikfilm-Reihe überhaupt. Mit zusätzlichen Bandwurm-Untertiteln wie Was Eltern nicht für möglich halten oder Was Eltern oft verzweifeln läßt oder Was Eltern gern vertuschen möchten. Die Reihe verkaufte über 100 Millionen Kinokarten weltweit. Anti-Bildungs-Bürgertum als Marketingstrategie.

Hausfrauen-Report (1971 bis 1978, 6 Teile). Das weibliche Pendant zum Schulmädchen-Report, mit Untertiteln wie Unmoralisch, aber gesetzlich erlaubt. Die Reihe behauptete ernsthaft, eine soziologische Studie über die Lust der deutschen Hausfrau zu sein.

Lass jucken, Kumpel (1972 bis 1975, 5 Teile). Eine der absurdesten Reihen der deutschen Filmgeschichte. Spielt im Ruhrgebiet, mischt Bergmanns-Folklore mit Sex-Comedy. Die Untertitel sind eigenständige Kunstwerke: Maloche, Bier + Bett heißt der dritte Teil. Das Bullenkloster der vierte. Der willige Vollstrecker der fünfte.

Graf Porno (1969 bis 1971). Eine Heinz-Erhardt-eske Mischung aus Klamauk und Erotik. Heinz Erhardt selbst spielte zwar nicht mit, der Geist der Filme ist aber unverkennbar. Original-Titel: Graf Porno und seine Mädchen sowie Graf Porno bläst zum Zapfenstreich.

Schulmädchen 95 (1995). Bei dem Versuch, das Konzept aus den 70ern in die 90er zu retten, ist dieser Film entstanden. Der Titel war Programm: ein gescheiterter Versuch der Wiederbelebung, dafür inflationär bemüht.

Drei Bayern in Bangkok (1976). Wir lassen diesen Titel einfach so stehen. Mehr braucht es nicht.

Susanne, die Wirtin von der Lahn (1967). Ein deutscher Erotik-Klassiker, gedreht im Stil eines Heimatfilms, der dann irgendwann doch Heimatfilm-Konventionen verlässt.

Die liebestollen Lederhosen (1982). Selbsterklärender Titel. Klassiker des deutschen Lederhosen-Kinos, ein eigenes Subgenre der Spätsiebziger-Komödienlandschaft.

Bonus: Genre-Kuriositäten

Drei letzte Highlights aus Spezialgenres, die in keine der oberen Kategorien passen, aber zu gut sind, um sie wegzulassen.

Planet of the Gapes 2: Journey to the Center of the Ass. Planet der Affen trifft Reise zum Mittelpunkt der Erde. Der Doppel-Bezug auf zwei Sci-Fi-Klassiker in einem einzigen Titel ist eine seltene Leistung.

Game of Bones. Game of Thrones in der erwartbaren Variante. Es gibt mittlerweile mehrere Sequels, alle mit dem gleichen Wortspiel. Die Serie hatte schon im Original viel Nackthaut, was dem Konzept der Parodie eine eigene Note gibt.

Anal Ski Vacation. Ohne erkennbare Vorlage. Pure Schlichtheit. Jemand hat einfach das Wort Anal vor ein beliebiges Konzept gesetzt, das durch den Zusatz lustig wirkt. Es funktioniert.

Was wir gelernt haben

Wer Pornotitel sammelt, sammelt eigentlich Popkultur-Geschichte in besonders verdichteter Form. Filmtitel sind ein verzerrender Spiegel ihrer Zeit: Was in Hollywood gerade groß ist, kommt 18 Monate später als Parodie in den Verleih. Die deutsche Variante der 70er-Jahre-Filme zeigt etwas anderes: ein Land, das damals zaghaft erotische Inhalte als Pseudo-Aufklärung verkaufte, weil reine Sex-Comedy gesellschaftlich noch nicht so akzeptiert war.

Heute ist die große Zeit der ausgefeilten Pornoparodie weitgehend vorbei. Die kreativsten Titel kamen aus einer Ära, in der Erotikfilme noch produziert wurden wie kleine Studio-Filme, mit Drehbuch, Plakat, Werbung und einer gewissen Eitelkeit. Im Streaming-Zeitalter zählt das alles weniger. Die wahren Klassiker der Pornotitel-Kunst stammen aus den 70ern, 80ern und 90ern.

Wer Lust auf wirklich gut gemachte Erotikfilme jenseits der Parodie hat, findet bei Cabaret Desire oder anderen Filmen aus dem Erika-Lust-Universum echte Filmkunst statt Klamauk. Für Empfehlungen, was in dem Bereich aktuell sehenswert ist, schau in unsere Filmtipps oder in den Beitrag über die besten Erotikfilme.

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Häufige Fragen

Existieren diese Filme wirklich? Alle in diesem Beitrag genannten Filmtitel sind reale Produktionen, die nachprüfbar in Branchenverzeichnissen oder bei IMDb existieren. Manche sind heute kaum noch erhältlich, andere kursieren in einschlägigen Streaming-Angeboten. Wir verlinken bewusst keinen davon.

Was ist die berühmteste Pornoparodie überhaupt? Edward Penishands aus dem Jahr 1991 wird in der Branche und in popkulturellen Listen am häufigsten als der definitive Klassiker der Pornoparodie genannt. Selbst Tim Burton soll laut Branchen-Anekdoten amüsiert gewesen sein.

Gibt es auch deutsche Pornoparodien? Im engeren Sinne kaum. Die deutsche Erotikfilm-Kultur der 70er und 80er Jahre war keine Parodie-Kultur, sondern eine eigenständige Comedy-Tradition mit eigenen Reihen wie Schulmädchen-Report, Hausfrauen-Report oder Lass jucken, Kumpel. Heute werden in Deutschland kaum noch Erotikfilme mit erkennbarem Plot produziert.

Welche Pornoparodien wurden in der Mainstream-Presse besprochen? Edward Penishands, Hot Tub Whore Machine und Bill & Ted’s SEXcellent Adventure haben es in unterschiedliche Mainstream-Magazine geschafft, meist in halb-ironischer Form. Auch die Game of Bones-Reihe wurde während der Hochphase von Game of Thrones mehrfach erwähnt.

Gibt es eine Liste der schlimmsten Pornotitel? Ja, viele. Sie sind in der Regel nicht besonders lustig, weil sie eher unappetitlich als kreativ sind. Wir haben für diese Liste bewusst nur Titel ausgewählt, die durch Wortspiel, kulturelle Anspielung oder kreative Absurdität funktionieren, nicht durch reine Geschmacklosigkeit.

Fazit

Pornotitel sind ein eigener Kunstausdruck. Manche bringen kreativen Aufwand mit, andere bauen auf reinen Schock-Effekt. Die besten Beispiele zeigen, dass Erotik und Humor sich nicht ausschließen müssen. Ein guter Pornotitel ist ein Wortspiel, eine Hommage, eine Frechheit und eine Erinnerung daran, dass Sex in der Popkultur immer auch mit einem Augenzwinkern erzählt wurde. Wer beim Lesen mehrmals grinsen musste, hat den Sinn dieses Beitrags verstanden.

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