Ausgabe 3

"Leidenschaft" von Stephan Tunn

Ein Blick, einKuss, liebevolle Zärtlichkeit.Langsames Tasten, Riechen, Schmecken,Sehen und Hören das andere Ich,Verweilen in der Süße des Augenblicksund mit allen Sinnen von Sinnen sein.Dann wildes

"Frischfleisch" von Regina Reichel

Langsam wird die Zeit knapp. Sinnlos dehnt sich die Party, die Nacht ruft nach mir und der Hunger wachst. Unappetitliche Abteilungsleiter wechselten sich ab mit

"Der unmoralische Kuß" von Petra Zlobinski

Ich weiß nicht, warum esausgerechnet das ist, was mir von jener letzten Begegnung mit Joaquín amallermeisten im Gedächtnis geblieben ist. Dieses kleine, eigentlich doch völlignichtige

"Der Betrug" von Anonym

Die leichtgebräunten Arme unter dem Kopf verschränkt lag sie auf dem Bett und starrteseit Stunden auf die bunten Bilder der Dialy Soaps, während sich zwischenZeigefinger

"Le bruit um uns…" von Che Haven

Le bruit um uns,der Beat, die schale Luft,verebben dösend ins Hinterzimmer.Gauloises‘ Rauch zieht gespenstergleichdurch neongelben Kellerraum.Ein frühes Bad im krystallnen (das hab‘ ich irgendwo gelesen)See

"sieh" von Natalie Heim

„sieh“ von Natalie Heim siehin meiner hand die nachtwie sie verblasstdurch meine fingerrinnt dunkelheit endlich sehe ichtageslichtenthüllt dichdeine wirklichkeitwelche dir schillerndaus den augen perlteine spur

"Bettgeschichte" von Werner Friebel

„Bettgeschichte“ von Werner Friebel Zwischen uns Beiden: keine Rede von Liebe. Wir teilten die Beute unsrer Lüste wie Diebe auf Nimmerwiedersehn. So war’s stillschweigend ausgemacht.

"Dunkel" von Peter Felix

„Dunkel“ von Peter Felix Hatte ich eben einen kleinenFilmriß? Also ein wenig desorientiert bin ich jedenfalls immer noch. Was fälltdiesem Teufelsweib eigentlich ein, mich so

"OrgasMuß" von Wolf Ehrlich

„OrgasMuß“ von Wolf Ehrlich der kleine Tod der so still nicht ist so leidvoll so lustvoll beruhigt das Ego egoistisch manchmal viel zu oft Wolf

"Fahrzeugwechsel" von Manfred Eder

„Fahrzeugwechsel“ von Manfred Eder Für einen Vernunftmenschen wie Annette gibt es eigentlich keinen Grund, einen fast neuen, ebenso modernen, wie sparsamen Kleinwagen gegen einen verwitterten,

"Kalypso" von Werner Baur

„Kalypso“ von Werner Baur Nimm das schwarze TuchFessle meine GliederBinde mir die AugenSchnür die Luft mir ab Greif zu, nimm deine HändeBrich die Haut mir