Rezension: Theater der Lust – MUT von Ines Witka

Der kurzweilige, frische Schreibstil von Ines Witka lässt mich sogleich schmunzelnd in die Geschichte eintauchen.

Viktoria, Mitte 30, möchte ihr Leben ändern. Die Trennung von ihrem extrem energieraubenden Ex ist vollzogen, allerdings noch nicht wirklich verdaut.
Sie kämpft mit ihren strengen, inneren Kritikern; genauer gesagt mit dreien, denen sie im Geheimen sogar figürliche Gestalten mit Namen zugeordnet hat. Diese besuchen sie zu gerne ― oft unpassend und sehr ungewollt, so manches Mal jedoch auch herbeigesehnt, um sich fließend in grob quälende, aber sehr erfolgreiche Luststimulanzien zu verwandeln.

Dieser Wechsel kann durchaus zu Verwirrungen führen, sowohl bei mir als auch bei der Mediengestalterin Viktoria selbst.

Sie arbeitet daran, Kontrolle über ihre Fantasiefiguren zu erhalten.
Mutig meldet sie sich auf eine Anzeige, die eine attraktive Darstellerin für eine besondere, sehr spezielle Bühnenperformance sucht. Eine schöne sexpositive Kulisse, erotische Szenarien mit viel SM auf der Bühne soll die eingeladenen Zuschauer(innen) in den Bann ziehen, selbst genussvoll aktiv zu werden. Schlummernde Sehnsüchte werden auf und vor der Spielfläche geweckt, Inspirationen springen über.

Sie lernt das Pärchen kennen, das das Theater leitet und baut in kürzester Zeit eine sehr vertraute Beziehung zu ihnen auf, die ihr enorm hilft, sich ihren Ängsten zu stellen. Infolgedessen ist sie zunehmend in der Lage, Einfluss über ihre imaginären Dämonen zu gewinnen und ihre exzessiven Fantasien in gewollte Bahnen zu lenken.

Überraschend intensive Spiele, neue Bekanntschaften und abwechslungsreiche Erfahrungen lassen sie Stück für Stück wachsen, Grenzen überwinden. Mal scheitert sie kläglich, fällt zurück, um trotzdem prompt weiter zu experimentieren. Das erfordert Mut!

Von diesem detailreich ausgeschmückten Weg Viktorias erzählt der erste Band der Trilogie Theater der Lust – „Mut“.
Mir hat es Spaß gemacht, ihn zu lesen und werde gerne auch mit „Rausch“ und „Magie“ Viktorias Werdegang fortsetzen.
Ich mag es, wenn forsch formuliert wird und ich mich in einer offenen, lässigen Atmosphäre befinde. Es ist so Vieles möglich!
Passagen, in denen Illusion und Realität ineinandergreifen waren zum Teil verstörend, zeigten dabei auch tief Menschliches.

Das Buch unterstreicht, wie wichtig Vertrauen ist. Wie spannend, auch mal das Dunkle am eigenen Wegesrand zu beleuchten und sich von der unbändigen Vielfalt der Lust entzücken zu lassen. Oder aber auch sich dem wonnig-schmerzlichen Rausch hinzugeben.

Autorin: Beatrice Adore

Mut: Theater der Lust - erotischer Roman
284 Seiten - 25.01.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Gatzanis (Herausgeber)
12,99 EUR

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Erosa Redaktion

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